Bei welchen Airlines darf noch geraucht werden?

Gute Nachricht für alle Nikotinsüchtigen: Auf Flügen mit Japan Airlines darf wieder geraucht werden – allerdings nicht jede Zigarette.

Veröffentlicht am 15.11.2010

Bei welchen Airlines darf noch geraucht werden?

Bei welchen Airlines darf noch geraucht werden?

Das waren noch Zeiten! 1965 durfte auch bei Lufthansa noch an Bord geraucht werden

Quelle: pa/dpa

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An Bord von Japan Airlines darf wieder geraucht werden. Erlaubt sind allerdings nur rauchfreie Zigaretten der Sorte Style Mint – sowohl auf der Kurz- als auch auf der Langstrecke. Herkömmliche Glimmstengel bleiben weiterhin verboten. Nachzulesen Nachrichtenblog "Japan Real Time“ des "Wall Street Journal Online“ ( hier ). Die rauchfreie Zero Style Mint ist eine nikotinhaltige Menthol-Zigarette aus Plastik, die eine austauschbare Patrone mit Tabakblättern enthält. Sie ist in japanischen Tabakshops für einen Preis ab umgerechnet 2,60 Euro erhältlich.

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An Bord von Lufthansa sind diese und andere rauchfreie Zigaretten allerdings nicht zugelassen, "weil es anderen Fluggästen als klassisches Rauchen erscheinen und somit zu Irritationen führen könnte“, sagt Pressesprecher Michael Lamberty. Seit dem Sommerflugplan 1998 sind weltweit alle Lufthansaflüge rauchfrei.

Mit welcher Strafe das Rauchen an Bord geahndet wird, richtet sich nach der Gesetzgebung des Landes, über dessen Hoheitsgebiet sich die Maschine zum Zeitpunkt des Vorfalls befindet. Das deutsche Luftverkehrsgesetz behandelt das Rauchen im Flugzeug als Ordnungswidrigkeit; diese kostet zwischen 150 und 300 Euro Strafe.

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In Europa zeigt Ryanair seit 2009 ein Herz für Raucher mit dem Verkauf von "rauchfreien“ Zigaretten der Sorte "Similar Smokeless Cigarettes“, die an Bord konsumiert werden dürfen.

«Dies ist ein Nichtraucher-Flug»: Seit fast zwanzig Jahren darf in Flugzeugen der Swiss, beziehungsweise der Swissair, nicht mehr geraucht werden. Auf den Hinweis verzichten will die Airline auch künftig nicht, obwohl die verrauchten Kabinen schon fast vergessen sind.

Aus heutiger Sicht undenkbar: Schon kurz nach dem Start stecken sich die ersten Passagiere eine Zigarette an. Den Stummel können sie direkt am Platz entsorgen, im Aschenbecher, der in die Armlehne eingebaut ist. Die Passagiere der ersten Klasse erhalten währenddessen Zigarren angeboten.

Piloten dürfen rauchen

Wer die Beine ausstrecken will, geht in die Raucher-Lounge mit ihren gemütlichen Sesseln. Für die Piloten gibt es zwar keine Rauch-Pause, auf Nikotin verzichten müssen aber auch sie nicht. Sie dürfen sich direkt im Cockpit eine Zigarette anstecken.

An solche Szenen erinnern heute nur noch Museumsstücke. Die Swissair Coronado CV-990 mit der Raucher-Lounge steht im Verkehrshaus Luzern, und Sitze mit Aschenbecher sind ebenso unvorstellbar wie Piloten, die während des Fliegens eine Zigarette im Mund haben.

Für frischere Luft über den Wolken sorgten vor genau 25 Jahren die USA. Sie verhängten für ihre Fluggesellschaften als erste ein Rauchverbot, aus Sicherheitsgründen und weil die Nichtraucher zunehmend wagten, sich über den Qualm in der Kabine zu beschweren.

Rauchen ist nicht überall verpönt

Nach und nach folgten andere Fluggesellschaften. Die Swissair entschied sechs Jahre nach den USA, also im Jahr 1996, den Passagieren und Piloten das Rauchen zu verbieten. Obwohl dies schon fast zwanzig Jahre her ist, werden Reisende immer noch auf das Verbot aufmerksam gemacht, über jedem Sitz, an der Toiletten-Tür und bei den Sicherheitsanweisungen.

Natürlich sei das Verbot für die meisten Passagiere mittlerweile selbstverständlich, sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller. «Wir werden aber auch in Zukunft nicht auf die Hinweise verzichten.»

Als Begründung gibt die Swiss die zunehmende Verbreitung des Fliegens an. Eine Reise im Flugzeug ist heute auch für Menschen erschwinglich, die sich das früher nicht leisten konnten.

Dazu kommt, dass Rauchen keineswegs überall auf der Welt gesellschaftlich verpönt ist. Vor allem für «Erstflieger» aus solchen Ländern seien die Hinweise wichtig.

Unverbesserliche gibt es immer

Die Fluggesellschaften hoffen aber auch, dass sich Unverbesserliche durch die wiederholten Hinweise eher abschrecken lassen. Das funktioniert allerdings nicht immer. Vor allem auf Langstreckenflügen gebe es heute vereinzelt noch Passagiere, die auf den Toiletten unerlaubterweise rauchten, sagt Müller.

Sie riskieren, dass der Brandalarm ausgelöst wird. Schwerwiegende Vorfälle, bei denen eine Maschine deswegen hätte umkehren müssen, gab es bei der Swiss in den vergangenen Jahren aber keine.

Während das Rauchen früher zum entspannten Fliegen dazugehörte, gilt es heute als Verstoss gegen die Beförderungsbestimmungen. Wer sich eine Zigarette anzündet, ist offiziell ein «Unruly Passenger», also jemand, der sich unangemessen verhält und sich und andere gefährdet. Er wird schriftlich verwarnt und muss eine Busse zahlen.

Kann man im Flugzeug noch Rauchen?

Das Gesetz zum Nichtraucherschutz verbietet das Rauchen laut Luftfahrtbundesamt (LBA) auch in Flugzeugen. Und Airlines dürfen es aufgrund ihres Hausrechts untersagen. Verstoßen Passagieren gegen das Verbot, drohen eine Anzeige und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Können Piloten während des Fluges Rauchen?

Piloten dürfen rauchen Für die Piloten gibt es zwar keine Rauch-Pause, auf Nikotin verzichten müssen aber auch sie nicht. Sie dürfen sich direkt im Cockpit eine Zigarette anstecken.

Bis wann durfte man noch im Flugzeug Rauchen?

Die Lufthansa verbot 1995 das Rauchen auf Inlandsflügen, 1998 auf allen Flügen. Die Swissair verbot das Rauchen ab 1996 auf Europaflügen, 1998 im gesamten Netz. Austrian Airlines zog erst 2000 nach einer Umfrage nach und verhängte ein allgemeines Rauchverbot.

Was machen Raucher bei langen Flügen?

Also sollten Sie sich als Raucher unbedingt mit dem Nikotin-Entzug während einer Flugreise arrangieren. Vielen hilft dabei der Gebrauch einer Elektro-Zigarette, die bis dato noch nicht an Bord verboten ist. Wieder andere greifen zum Nikotin-Kaugummi, um die Zeit bis zur Landung weniger gestresst zu überstehen.