Wie oft darf man die praktische Fahrprüfung wiederholen Österreich?

Viele Fahrstunden absolviert, die Theorie erfolgreich bestanden – eigentlich kann dann für Fahrschüler auch bei der praktischen Prüfung nichts mehr schiefgehen. Oder doch? Und was gilt dann?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie oft darf die Führerscheinprüfung wiederholt werden?
  • Welche Kosten kommen auf Sie zu?
  • So bestehen Sie die praktische Fahrprüfung

Der große Tag der Führerscheinprüfung beginnt für viele mit Nervosität. Fahranfänger fiebern auf den Moment hin, an dem sie endlich alleine am

Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Nicht immer klappt der erste Versuch – vielleicht auch nicht der zweite oder der dritte. Gibt es irgendwann eine Sperre?


Halteverbotsschilder und ihre Bedeutung

Wie oft darf man die praktische Fahrprüfung wiederholen Österreich?
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Wie oft darf die Führerscheinprüfung wiederholt werden?

Es gibt keine Obergrenze, die festlegt, wie oft Sie die Führerscheinprüfung absolvieren dürfen. Für die theoretische und die praktische Prüfung können beliebig viele Versuche unternommen werden.

Ein paar Regeln gibt es trotzdem: Ist eine Prüfung nicht geglückt, muss der Fahrschüler mindestens zwei Wochen warten, bis er einen neuen Versuch starten kann.

Auch nach einer bestandenen theoretischen Prüfung greift eine Frist. Sie haben dann zwölf Monate Zeit, um sich auch in der Praxis zu beweisen. Erfolgt das nicht, muss auch die Theorie wiederholt werden. Das ist mit weiterem Aufwand – und weiteren Kosten – verbunden.

Außerdem gilt: Wenn Prüfer das Gefühl haben, dass der Fahrschüler nicht für das Autofahren geeignet ist, kann schlimmstenfalls eine sogenannte MPU angeordnet werden. Bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung wird geprüft, warum mehrere Versuche gescheitert sind. Ein Grund dafür ist zum Beispiel, wenn in der theoretischen Prüfung zunehmend Fehler gemacht werden.

Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Jede durchgefallene Prüfung bringt nicht nur Frust – sondern auch mehr Kosten mit sich. Beispielsweise muss die Prüfungsgebühr der theoretischen Prüfung noch einmal bezahlt werden. Laut Verivox sind das circa 22,50 Euro.

Bei der praktischen Prüfung zählt, welche Führerscheinklasse von Ihnen angestrebt wird. Für den normalen Pkw-Führerschein fallen laut Verivox beispielsweise circa 90 Euro Extrakosten an. Das allerdings sind nur die Gebühren für die Prüfstelle. Bedenken Sie auch, dass wahrscheinlich weitere Fahrstunden nötig sein werden. Dort unterscheiden sich die Preise je nach Fahrstunde.

  • Wie Sie eine passende Fahrschule finden, erfahren Sie hier.

  • Punkte, Kosten, Vorbereitung:Warum so viele an der MPU scheitern
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  • Günstige Versicherung: Mit diesen Autos können Fahranfänger sparen

So bestehen Sie die praktische Fahrprüfung

Angst und Aufregung sind an Prüfungstagen normal. Doch Sie können ein paar Tipps vor und während der praktischen Prüfung beachten:

Seit der Anmeldung (Antragstellung) für den Führerschein hat Ihre Fahrschule online Einblick in den aktuellen Status des Verfahrens.

Die Behörde prüft Ihre formalen Voraussetzungen für einen Prüfungsantritt. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es eine Prüfungsfreigabe.

Ihre Fahrschule erkennt diese Freigabe online im Prüfungsportal undSie bekommen von Ihrer Fahrschule einen Prüfungstermin.

Für die Prüfungsfreigabe zur praktische Prüfung müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ausbildung abgeschlossen (Kurs und Fahrstunden absolviert, Freigabe durch den Fahrlehrer)
  • Theorieprüfung bestanden
  • Erste Hilfe Kurs absolviert
  • Ärztliche Untersuchung absolviert
  • Verkehrszuverlässigkeit gegeben
  • Mindestalter erreicht

Mindestsalter

Das Mindestalter hängt von der gewünschten Klasse ab und muss am Tag der Prüfung erreicht sein.

Beispiel: Wenn Sie die Klasse B wollen, dann dürfen Sie frühestens an Ihrem 18. Geburtstag zur Prüfung antreten.

Ablauf der praktischen Prüfung

Etwas vereinfachend kann man sagen, Sie bekommen den Schein, wenn Sie niemanden gefährden, die Vorschriften beachten, umweltbewußt ökonomisch fahren, das Fahrzeug beherrschen und Grundwissen zur Überprüfung des Fahrzeuges haben.

Mitzubringen sind:

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • (In den meisten Fahrschulen auch die Ausbildungskarte der Fahrschule.)

Prüfungprotokoll der praktischen Prüfung

Für jede Führerscheinklasse gibt es einen genau vorgegeben Ablauf der in einem Prüfungsprotokoll geregelt ist, die einzelnen Teile der Prüfung sind:

  • Teil A: Überprüfungen am Fahrzeug
  • Teil B: Übungen im Langsamfahrbereich
  • Teil C: Fahren im Verkehr
  • Teil D: Besprechen von erlebten Situationen

Wie oft darf man die praktische Fahrprüfung wiederholen Österreich?

Im Prüfungsprotokoll dokumentiert der Prüfer alle Schritte der praktischen Führerscheinprüfung.

Die Prüfungsprotokolle der praktischen Prüfung aller Klassen finden Sie unter …

Wie oft darf man die praktische Fahrprüfung wiederholen Österreich?
 

Die Teile der Praktische Prüfung

Teil A: Überprüfungen am Fahrzeug

Sie bekommen zumindest drei Fragen über das Fahrzeug gestellt.

Thema sind die Handhabung der Bedienungseinrichtungen,Kontrollen derVorschriftsmäßigkeit und Verkehrs- und Betriebssicherheit des Fahrzeuges.

Beispiele: Überprüfung der Bereifung, Bremse, Lenkung, Beleuchtung oder Warneinrichtungen.

Die Überprüfungen am Fahrzeug erfordern ein wenig Grundwissen, eingehendes Fachwissen ist aber nicht nötig.

Teil B: Übungen im Langsamfahrbereich

Sie zeigen, dass sie das langsam fahrende Fahrzeug voll im Griff haben.

Von sechs möglichen Übungen im Langsamfahrbereich bekommen Sie mindestens drei Manöver als Aufgabe, immer geprüft werden die Parklücke und das Umkehren.

Diese Übungen werden auf einem Parkplatz durchgeführt.

Teil C: Fahren im Verkehr – Der Prüfer und die Prüfungsfahrt

Sie zeigen, dass Sie den Anforderungen des Straßenverkehrs gewachsen sind.

Dies ist der Hauptpunkt der Führerscheinprüfung.

Sie müssen u.a. zeigen, dass Sie Spur- und Tempogestaltung kontrollieren können, weiters geht es um das Übersetzten von Kreuzungen und um richtige Fahrstreifenwechsel. Weiterere wichtige Punkte sind das Verhalten gegenüber Fußgängern und Radfahrern und ganz besonders das Einbiegen. Auch beachtet wird, ob Sie ökonomisch fahren.

Der Prüfer sitzt immer auf der Rückbank und dort fast immer hinter dem Beifahrersitz.

Nach einer Begrüßung folgt häufig die Anweisung des Prüfers: „Wenn Sie sich zur Fahrt bereit gemacht haben, können Sie losfahren. Wenn ich nichts sage, fahren Sie bitte geradeaus oder den Verkehrszeichen entsprechend.“
D.h. Sitz richtig einstellen, Gurt anlegen und Spiegel einstellen. Vorschriftsmäßig ausparken und geradeaus fahren, falls kein Kommando kommt.

Achtung auf Verkehrszeichen! Wenn sich die Fahrtrichtung ergibt, z.B. weil gegenüber das Verkehrszeichen „Einfahrt Verboten“ steht, oder eine Fahrtrichtung vorgeschrieben ist,dann müssen Sie dies selbst bemerken. Fahren gegen Einbahnen bedeutet das Aus für Sie!

Fallsder Prüfer sagt: „Bitte fahren Sie die nächste erlaubte Möglichkeit nach rechts (links).“ Dann sind Sie und Ihr Überblick gefordert. Jetzt müssen Sie sehen, wo das Abbiegen möglich und erlaubt ist.

Prüfer stellen keine Fallen, indem Sie Ihnen anordnen Sie sollen an Stellen einbiegen, an denen Sie dies gar nicht dürfen! Solche Anweisungen sind dem Prüfer ausdrücklich verboten! Sollten Sie ähnliche Geschichten hören, dann sind diese frei erfunden!

Der Prüfer stellt Ihnen während der Prüfungsfahrt keine Fragen!

Folgende Tabelle zeigt die Mindestdauer der Prüfungsfahrt abhängig von der angestrebten Führerscheinklasse:

FührerscheinklasseLänge der PrüfungsfahrtKlasse A25 minKlasse B25 minKlasse C45 minKlasse C145 minKlasse D45 minKlasseEzuB45 minKlasse C+E45 minKlasse D+E45 min

Beispiel:
Wenn Sie den Führerschein für die Klassen A und B gemeinsam machen, dann fahren Sie mit dem Motorrad und dem Auto jeweils 25 Minuten. Analog gilt dies für alle anderen Klassen.

Teil D: Besprechen von erlebten Situationen

Der Prüfer kann, wenn er Zweifel an Ihrem Verkehrssinn hat, Situationen mit Ihnen besprechen die bei der Prüfungsfahrt passiert sind und so feststellen, wie es um Ihr Wissen über den richtigen Verhaltensablauf steht.

Keine Sorge, dies ist keine zweite theoretische Prüfung, sondern die Fragen beziehen sich nur auf die erlebten Fahrsituationen und darauf, wie man sich richtig verhalten sollte.

Dieser Punkt des Prüfungsprotokolls muss bei der Prüfung nicht unbedingt durchgeführt werden.

Prüfungsergebnis

Das Ergebnis der Prüfungsfahrt wird Ihnen sofort nach der Prüfungsfahrt mitgeteilt.

Wenn Sie bestanden haben, dann bekommen Sie einen vorläufigen (provisorischen) Führerschein und können gleich anschließend ganz legal Auto fahren.

Vorläufiger Führerschein

Nach bestandener Prüfung überreicht Ihnen der Prüfer einen vorläufigen Führerschein und ein Kostenblatt mit Erlagschein. Den vorläufigen Führerschein müssen Sie in Gegenwart des Prüfers unterschreiben.

Ab diesem Moment dürfen Sie Ihr Fahrzeug legal im Verkehr lenken.

Der vorläufige Führerschein gilt nur innerhalb Österreichs und nur für maximal 4 Wochen. Bei Fahrten mit dem vorläufigen Führerschein ist ein amtlicher Lichtbildausweis mitzuführen.

Der vorläufige Führerschein verliert seine Gültigkeit nach Erhalt des „echten“ Führerscheines.

Scheckkartenführerschein

Den „echten“ Führerschein bekommen Sie nach Bezahlung der behördlichen Kosten per Post zugestellt.

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Wie viele Fehler darf man bei der praktischen Fahrprüfung machen Österreich?

Die Fahrprüfung wird negativ beurteilt, wenn du insgesamt mehr Fehler als zwei schwere Fehler [S] begehst. Dabei gilt folgender Umrechnungsschlüssel für Fehlerkategorien: Drei leichte Fehler [L] stellen einen mittleren Fehler [M] dar. Drei mittlere Fehler [M] stellen einen schweren Fehler [S] dar.

Wie oft darf man die praktische?

Wenn Sie bei der Fahrprüfung durchgefallen sind, müssen Sie sich keine Sorgen um etwaige Auswirkungen auf Ihre Chancen machen, denn Sie können die Prüfung beliebig oft wiederholen. Eine Obergrenze gibt es nicht, weder für die theoretische noch für die praktische Prüfung.

Wie viele Fehler darf man bei der praktischen Prüfung?

Drei leichte Fehler werden zu einem mittelschweren Fehler zusammengefasst, drei mittelschwere Fehler zu einem schweren Fehler. Bei Fehlern die einem Nachschulungsdelikt des Probeführerscheins entsprechen, ist die Fahrprüfung jedenfalls negativ.

Wie oft darf man bei der theoretischen Führerscheinprüfung durchgefallen Österreich?

Novelle der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung wurde der Zusatz gestrichen, dass bei mehrfachem „Durchfallen“ eine verkehrspsychologische Untersuchung vor einem neuerlichen Antreten erforderlich ist. Somit gilt: Es gibt keine maximale Anzahl an Versuchen für die theoretische Führerscheinprüfung mehr.